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Geschäftsführer Volker Biewald: "Unter völlig veränderten Umständen wird alles ermöglicht"

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Angehörige, Freunde und Interessierte des Deutschen Taubblindenwerks!

Das Coronavirus bringt die Welt zum Stillstand. Es betrifft jeden Einzelnen, unsere Familien und Freunde – natürlich auch im Deutschen Taubblindenwerk.

Jeder, der kann, bleibt Zuhause, sorgt sich um seine Mitmenschen und ihre Gesundheit. Wir versuchen, die täglichen Nachrichten einzuordnen und zu begreifen. Gleichzeitig halten wir uns an die Hygiene- und Kontaktvorschriften, um der Pandemie etwas entgegenzusetzen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Bei aller Sorge und Unsicherheit blicke ich täglich mit Stolz auf das, was die Kolleginnen und Kollegen im Deutschen Taubblindenwerk in dieser Ausnahmesituation leisten.

Abstand halten – in der Arbeit mit taubblinden und hörsehbehinderten Menschen ist diese Regel nahezu unerfüllbar. Nähe, Berührung, Körperkontakt sind ja bereits die unabdingbare Grundlage der Kommunikation und des Zusammenseins für Menschen ohne Hör- und Sehsinn.

Unsere erfahrenen und geschulten Kolleginnen und Kollegen erklären taubblinden und hörsehbehinderten Menschen die veränderte Situation durch das Coronavirus, sie begleiten die Betreuten zu Arztterminen oder schützen gefährdete Personen, indem sie Arbeitsplätze aus der Werkstatt in die eigenen vier Wände verlegen. Alles wird, unter völlig veränderten Umständen, ermöglicht, um die Einschränkungen für diese Menschen zu minimieren. Gleichzeitig müssen viele Kolleginnen und Kollegen diese schwierigen Zeiten auch mit dem eigenen Familienleben abstimmen und vieles organisieren.

Für diesen Einsatz, dieses Verantwortungsbewusstsein, diese Sorgfalt, Hilfsbereitschaft und den Zusammenhalt zum Wohle und zum Schutz der Betreuten im Deutschen Taubblindenwerk bedanke ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ganz herzlich.

Ich bin mir sicher, dass wir diese Krise gemeinsam überstehen werden. Auch wenn die Schlagzeilen noch nicht abreißen und die Rückkehr zur Normalität fern scheint, halten wir im Deutschen Taubblindenwerk an unserer Mission fest: gemeinsam für taubblinde und hörsehbehinderte Menschen.

Zuletzt wende ich mich mit einer dringenden Bitte an Sie, liebe Eltern, Angehörige oder gesetzliche Betreuer und Freunde: Bitte haben Sie Verständnis für das strenge Besucherverbot in unseren Einrichtungen in Hannover und Fischbeck. Auch wenn es in diesen Tagen schwerfällt und die Osterfeierlichkeiten bevorstehen, müssen wir von Besuchen im Deutschen Taubblindenwerk, von Ausflügen mit Bewohnern bzw. Aufenthalten der Bewohner Zuhause dringend abraten. Nur so können wir Bewohner und Mitarbeiter vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen.

Lassen Sie uns zusammenstehen und in diesen schwierigen Zeiten solidarisch verhalten. Wir wünschen Ihnen viel Kraft und blicken voller Zuversicht in die Zukunft. Bitte bleiben sie gesund.

Volker Biewald

 

Mit herzlichen Grüßen

 

Volker Biewald
Geschäftsführer


Die Angebote des Deutschen Taubblindenwerkes


Taubblinde und hörsehbehinderte Menschen beraten, unterstützen und begleiten

Hörsehbehinderung und Taubblindheit – wir beraten, unterstützen und begleiten Sie!

Menschen, die hörsehbehindert oder taubblind sind, haben ein Recht auf Bildung und Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft. Zum Deutschen Taubblindenwerk gehören das Bildungszentrum Hören-Sehen-Kommunikation mit Frühförderung, Sonderkindergarten und Förderschule mit Internat, Rehabilitation, Werkstatt für behinderte Menschen sowie die Wohnheime für Erwachsene in Hannover und in Hess. Oldendorf/Fischbeck.

 

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Taubblinden sowie Menschen mit Hörstörungen und Sehstörungen und weiteren Mehrfachbehinderungen lebenslang zu fördern und zu begleiten – damit Taubblindheit nicht zur Isolation führt.

 


Angebote für hörsehbehinderte und taubblinde Kinder und Erwachsene

Angebote für hörsehbehinderte und taubblinde Kinder und Erwachsene

Rehabilitation für hörsehbehinderte Erwachsene

Das Bildungszentrum Hören-Sehen-Kommunikation gehört zu den staatlich anerkannten Förderschulen in Hannover für taube oder blinde Menschen. Unser Angebot für hörsehbehinderte und taubblinde Kinder und Jugendliche umfasst unter anderem Frühförderung, Betreuung, allgemeinbildenden Unterricht und Rehabilitation. Die Werkstufe ist ein Teil der Schullaufbahn innerhalb des Bildungszentrums Hören-Sehen-Kommunikation für Taubblinde und bereitet Menschen mit Hörstörungen und Sehstörungen auf eine spätere berufliche Tätigkeit vor. Die Persönlichkeitsentwicklung jedes Einzelnen ist dabei ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit. Zu unserer Förderschule in Hannover gehört auch ein Internat, das speziell auf die Bedürfnisse bei Hörsehbehinderung und Taubblindheit ausgerichtet ist.

 

Die taubblinden Erwachsenen leben in unseren Wohnheimen in Hannover und Hess. Oldendorf/Fischbeck und arbeiten zum Beispiel in der Werkstatt für behinderte Menschen. Den Personen, die nicht oder nicht mehr arbeiten, bieten wir unter anderem im Rahmen der heiminternen Tagesstruktur verschiedene Aktivitäten und Beschäftigungsangebote, um ihnen einen abwechslungsreichen Alltag zu ermöglichen.

 

Die Rehabilitation für Erwachsene richtet sich an Personen, die zum Beispiel nach ihrer Schulzeit oder beruflichen Ausbildung von Hörsehbehinderung betroffen, taubblind geworden oder von Taubblindheit bedroht sind. Auf Grund der veränderten oder sich verändernden Lebenssituation sind sie auf Hilfen angewiesen. Diesem Personenkreis bieten wir mit individuellen Maßnahmen umfassende Beratung und Unterstützung.


Diese Themen liegen uns besonders am Herzen

Ursachen von Taubblindheit – Förderangebote für Taubblinde

Ursachen von Taubblindheit

In der Frühförderung und unserer Förderschule in Hannover sowie den Wohnheimen in Hannover und Hess. Oldendorf/Fischbeck kommen Menschen mit Sehstörungen und Hörstörungen unterschiedlicher Ausprägung, gegebenenfalls mit zusätzlichen Behinderungen, zusammen.

 

Ursachen können zum Beispiel das USHER-Syndrom oder das CHARGE-Syndrom sein. Dank moderner Medizin kann heute oft ein Cochlea-Implantat (CI) helfen. In jedem Fall ist Taubblindheit eine Behinderung eigener Art, weil der Ausfall des einen Sinnes durch den anderen nicht adäquat kompensiert werden kann. Taubblind zu sein, bedeutet nicht selten, eine starke Beeinträchtigung der Gesamtentwicklung. Diese ist auch abhängig vom Zeitpunkt des Eintritts der Sinnesbehinderung.

 

Die Angebote in unseren Spezialeinrichtungen sind darauf ausgerichtet, hörsehbehinderte und taubblinde Menschen möglichst früh, intensiv sowie dauerhaft zu fördern und zu betreuen.


Engagement für Taubblinde

Engagement für Taubblinde

Ermöglicht wird unsere Arbeit durch das Zusammenwirken vieler Menschen und Institutionen. Um unsere speziellen Angebote für hörsehbehinderte und taubblinde Menschen auch zukünftig aufrechterhalten zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen.

 

Entdecken Sie jetzt unser vielschichtiges Angebot für taubblinde Menschen und die Möglichkeiten der Kommunikation bei Taubblindheit mit Hilfe von taktilen Gebärden und Lormen.