Chorprojekt „The Public Domain“ vor der Staatsoper Hannover: Wir waren dabei

HANNOVER, 18. Juni 2025 - Am 14. Juni 2025 verwandelte sich der Opernplatz in Hannover in eine große Bühne für ein außergewöhnliches musikalisches Gemeinschaftsprojekt: Die Staatsoper Hannover präsentierte die Komposition „Public Domain“ des renommierten US-Amerikaners David Lang. Mit dieser besonderen Aufführung verabschiedete sich Intendantin Laura Berman von der Oper und setzte damit einen eindrucksvollen Schlusspunkt ihrer sechsjährigen Amtszeit.

Bereits Wochen vor der Aufführung begannen die intensiven Proben mit allen Teilnehmenden. Das Besondere an „Public Domain“: Jeder und jede konnte mitmachen – ganz unabhängig von musikalischer Vorbildung oder Erfahrung. So entstand ein bunt gemischter Chor, der die Vielfalt unserer Stadt widerspiegelte.

Ein Höhepunkt für unser Team war die Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern des Gebärdenchores aus dem Bildungszentrum Hören – Sehen – Kommunikation sowie von Bewohnerinnen und Bewohnern des Deutschen Taubblindenwerks. Der Gebärdenchor unter Leitung von Inez Aschenbrenner und Richard Ebbertz-Bergner brachte eine neue Dimension in die Aufführung: Erstmals wurden Teile des Werkes nicht nur gesungen, sondern auch in Gebärdensprache dargeboten. So konnten auch gebärdende Teilnehmende ein sichtbares Zeichen für Inklusion und künstlerische Vielfalt setzen.

Die Aufführung von „Public Domain“ war für alle Beteiligten und das Publikum ein gelungenes Beispiel dafür, wie Musik Menschen verbindet und Grenzen überwindet. „Das war ein unglaubliches Gefühl“, beschreibt Betreuer Tobias Corleis die öffentliche Vorstellung mit mehreren hundert Menschen und bei strahlendem Sonnenschein. „Wir haben gezeigt, dass auch Menschen mit Taubblindheit oder Hörsehbehinderung zur Gemeinschaft gehören.“

Zum Schluss bedankten sich die Organisatoren dieses Projekts sowie der Oberbürgermeister der Stadt Hannover, Belit Onay, begleitet von einer Gebärdensprachdolmetscherin, sehr herzlich für unsere Teilnahme und Unterstützung.

Tobias Corleis und Richard Ebbertz-Bergner