Spitzenvertreter aus ganz Deutschland diskutieren die Belange taubblinder Menschen

Es gibt viel zu tun: Die Teilnehmer haben viele Vorschläge zur Verbesserung der Situation von taubblinden Menschen zusammengestellt

BERLIN 29.06.2017 – Leiter und Vertreter von Fachdiensten für taubblinde Menschen aus ganz Deutschland trafen sich zum 1. Fachgespräch Taubblindheit beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in Berlin. Nach der Begrüßung durch Dr. Rolf Schmachtenberg, Leiter der Abteilung für Belange behinderter Menschen im BMAS, diskutierten die Fachleute über die notwendigen Aufgaben und drängendsten Probleme der Betroffenen.

 

Von Seiten des Deutschen Taubblindenwerks nahmen Geschäftsführer Volker Biewald und Schuldirektorin Bettina Trissia an der Runde teil und machten auf die grundsätzliche Schwierigkeit aufmerksam, taubblinde Menschen überhaupt zu finden und zu identifizieren. Neben fehlenden Erhebungen bestehe erheblicher Bedarf in der Aus- und Berufsbildung der Menschen. „Die Zugänge zu Wohnen, Arbeit und Assistenz müssen erleichtert werden“, fordert Bettina Trissia.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs diskutierten die Teilnehmer über einen Mindestanspruch auf Taubblindenassistenz und die bundesweite Einführung des Taubblindengeldes. Alle Vertreter waren sich einig, dass Gespräch bei einem zweiten Termin am Jahresende fortzusetzen und die Verbesserung der Situation von taubblinden Menschen mit Maßnahmen zu konkretisieren.

Volker Biewald, Geschäftsführer Deutsches Taubblindenwerk

Bettina Trissia, Schuldirektorin Bildungszentrum Hören - Sehen - Kommunikation