HANNOVER, 21.05.2025 - Helle Buelund Selling aus Dänemark und Goran Foresgren aus Norwegen reisten in das Deutsche Taubblindenwerk nach Hannover, um im Rahmen einer Fortbildung zu „Möglichkeiten der Kommunikation unter Zuhilfenahme der Videoanalyse“ zu referieren. Ziel dieser Veranstaltung war es, den Einsatz von Videoanalyse zur Identifizierung von kommunikativen Fähigkeiten und Ressourcen von Menschen mit komplexen Beeinträchtigungen wie Taubblindheit und Hörsehbehinderung zu erlernen bzw. das Wissen hierüber zu vertiefen.
Mit Hilfe der Videoanalyse können weitere Interventions- und Förderideen für den schulischen oder beruflichen Alltag entwickelt werden. Das dahinterliegende Ziel ist immer die Befähigung der Kommunikationspartner, verstanden zu werden. Dadurch werden Selbstbestimmung und Teilhabe gefördert und Missverständnisse vermieden oder verringert.
Die beiden Referenten haben die Gruppe, trotz sprachlicher Barrieren, sofort begeistert. Das erworbene und vertiefte Wissen wird in den bestehenden Arbeitskreisen eingesetzt und damit neue Wege und Möglichkeiten eröffnen.
„Der Einsatz der Videoanalyse zielt darauf ab, unser Verständnis von unkonventionellen Ausdrucksformen zu stärken. Dies ist in unserer Arbeit mit Menschen mit Taubblindheit/Hörsehbehinderung oft ein unerlässlicher Bestandteil. Die genaue Betrachtung und Analyse der Ausdrucksformen hilft uns, unsere Hypothesen und Interpretation der Kommunikationsinhalte zu untermauern. Ziel ist das Schaffen von Teilhabe- und Partizipationsmöglichkeiten als Kommunikationspartner auf Augenhöhe“, erklärt Bettina Trissia.
Die Direktorin des Bildungszentrums Hören – Sehen Kommunikation bedankte sich bei den beiden Fachleuten und stellte zum Abschluss fest: „Diese Fortbildung, die den Aspekt der Taubblindheit/Hörsehbehinderung in den Mittelpunkt der Betrachtung stellt, ist einzigartig in Deutschland und daher besonders wertvoll.“
