HANNOVER, 30.08.2024 - Förderschule, berufliche und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Sinnesbehinderungen waren die zentralen Geprächsthemen beim Besuch von Dr. Andreas Philippi im Deutschen Taubblindenwerk. Am 22. August war der Niedersächsische Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung zum ersten Mal zu Gast im Deutschen Taubblindenwerk in Hannover-Kirchrode. Bei dem Termin informierte sich Dr. Philippi eingehend über eine der führenden Facheinrichtungen für Taubblindheit und Hörsehbehinderung in Deutschland.
Förderschule und Internat stehen vor großen Herausforderungen
Melissa Glomb, Geschäftsführerin des Deutschen Taubblindenwerks, und Bettina Trissia, Direktorin des Bildungszentrums Hören - Sehen - Kommunikation, stellten das Haus, seine Fachabteilungen und laufenden Projekte vor. Sie nutzten die Gelegenheit, dem Minister die Herausforderungen vor allem für die Förderschule mit Internat zu erläutern. Bei einem Rundgang durch die Einrichtung und die einzelnen Schulhäuser verschaffte sich der Minister einen eigenen Eindruck und erlebte die vielfältigen Betreuungsangebote für die Mädchen und Jungen am Nachmittag.
Besonders beeindruckt war der Minister von der Begegnung mit Lucas Brinse, einem ehemaligen Schüler im Bildungszentrum Hören - Sehen - Kommunikation. Seit zwei Jahren lebt der junge Mann mit Altersgenossen in der Wohntrainingsgruppe des Deutschen Taubblindenwerks und arbeitet er in den Hannoverschen Werkstätten. Auf die Frage von Lucas, warum der Minister hier sei, antwortete dieser: „Als Minister ist man viel in der Welt unterwegs. Wir wollen versuchen, der Schule und dem Internat im Deutschen Taubblindenwerk zu helfen. Wir wollen alle Beteiligten an einen Tisch bringen, um gemeinsam die Schwierigkeiten zu lösen.“
Minister verspricht Hilfe bei der beruflichen Teilhabe
Mit großem Interesse verfolgte Dr. Philippi auch die Themen rund um die Eingliederung von Menschen mit Taubblindheit und Hörsehbehinderung auf den 1. Arbeitsmarkt. Dabei ging es auch um das Gemeinschaftsprojekt "Wege in den Beruf", bei dem das Deutsche Taubblindenwerk und zwei weitere Facheinrichtungen versuchen, die Lücke in der beruflichen Teilhabe von Menschen mit Taubblindheit und Hörsehbehinderung mit spezifischen Bildungsangeboten zu schließen. Der Minister versprach auch hierfür seine Unterstützung.
