Wohnheime für Erwachsen: Unser Dorf in Fischbeck

Die Einrichtungen Fischbeck liegen im Weserbergland zwischen Hameln und Hessisch Oldendorf im Dorf Fischbeck – ca. 70 km südwestlich von Hannover.

 

In drei Wohnheimen und einer Werkstatt für behinderte Menschen bieten wir insgesamt 127 Wohn- und 63 Arbeitsplätze für mehrfachbehinderte hörsehbehinderte und taubblinde erwachsene Menschen an. Es gibt keine Altersbeschränkung.

 

Neben den Wohngruppen und der Werkstatt gibt es gesicherte Außengelände, Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und eine intensive Begleitung durch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

Alle Einrichtungen in unserem Dorf und im Landhof arbeiten übergreifend zusammen und bieten so ein vielfältiges Angebot.

 
 

Die Schwerpunkte unserer Arbeit

 

  • Verminderung der behinderungsbedingten Isolation
  • Hilfen zur Entwicklung, Erhaltung und Förderung von Kommunikationssystemen
  • Aufbau und Erhalt von sozialen Kontakten
  • Hilfe zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft durch umfassende Begleitung und Förderung
  • Erhalt und Erweiterung von Wissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten; Anregungen und Hilfen, um Neues kennen zu lernen
  • Förderung und Erhalt der Mobilität, Orientierung/LPF
  • Hilfen bei der Bewältigung von Stimmungsschwankungen, Ängsten und Verzweiflung
  • Medizinische Versorgung, Beratung und Begleitung bei allen notwendigen Maßnahmen
  • Angebote im handwerklichen und kreativen Bereich, Angebot sinnvoller Beschäftigung im Bereich der Werkstatt, der Fördergruppe oder im Bereich Tagesstrukturierende Maßnahmen.
  • Wir verfolgen das Prinzip der ganzheitlichen Förderung. Die Voraussetzungen hierfür sind eine beschützende, freiheitliche Atmosphäre, fundiertes Fachwissen, liebevolles Verständnis im Umgang miteinander sowie die Achtung und Wertschätzung eines jeden Individuums.

 

Die Ziele, die Inhalte und die Methoden in der Begleitung und Betreuung werden entsprechend der Behinderung und der persönlichen Situation des einzelnen hörsehbehinderten oder taubblinden Menschen individuell entwickelt.

Rehistorisierende Diagnostik und Basale Stimulation®

Die theoretischen Grundlagen unserer Arbeit

 

Zwei Konzepte bestimmen unsere inhaltliche Arbeit:

 

Die rehistorisierende Diagnostik beschäftigt sich detailliert mit der biographischen Analyse der Lebensgeschichte eines Menschen, ausgehend von der Annahme, dass jegliche Verhaltensweisen eines Menschen nur auf der Basis seines Gewordenseins interpretiert werden können. Bei der Rehistorisierung werden Zusammenhänge hergestellt zwischen Erlebnissen in der Vergangenheit und der aktuellen Situation in der Gegenwart. Die destabilisierenden Auswirkungen ungünstiger Lebensereignisse wie schwere körperliche Behinderungen, Traumatisierungen, extrem ungünstige Lebensbedingungen für den Betroffenen werden unter Berücksichtigung der bio-psycho-sozialen Zusammenhänge betrachtet. Ziel ist es, die Persönlichkeit des Menschen so umfassend wie möglich kennenzulernen, um seine aktuelle Situation nachvollziehen und verstehen zu können.

 

Das Konzept der Basalen Stimulation® richtet sich an Menschen, die in ihren Fähigkeiten wahrzunehmen, zu kommunizieren und sich zu bewegen, eingeschränkt sind. Ihnen werden individuelle Anregungen gegeben und Angebote gemacht, die ihnen Entwicklung in allen Lebensbereichen ermöglichen sowie Gesundheit und Wohlbefinden, Bildung und gemeinschaftliche Teilhabe und die Selbstbestimmung fördern und erhalten sollen. In der Basalen Stimulation® wird überwiegend sehr körperorientiert und körpernah gearbeitet.


Kontakt:
Jürgen Hennies (Leitung Wohnheime)
E-Mail: fischbeck@taubblindenwerk.de
Telefon: 05152 - 94 180