
Das Bildungszentrum für Taubblinde bietet Bundesländer übergreifend mobile Frühförderung an, verfügt aber auch über ein stationäres Angebot in einer Gruppe für noch nicht schulpflichtige Kinder. Ebenso werden schulvorbereitende Maßnahmen durchgeführt. Das Beratungsangebot richtet sich an Eltern, Kindergärten und Tagesstätten, allgemeine Frühförderstellen und Frühförderstellen der Gehörlosen- und Blindenschulen.
Schwerpunkte unserer Arbeit sind
Die Notwendigkeit einer frühzeitigen Förderung hörsehbehinderter oder taubblinder Kinder beruht auf der Tatsache, dass die kindliche Entwicklung von Beginn an entscheidend durch Sehen und Hören beeinflusst und vorangetrieben wird. Das Sehen hat elementare Bedeutung für die Aufnahme von Informationen aus der Umwelt, für die motorische Entwicklung und für die Imitation. Ebenso entscheidend ist die Bedeutung des Hörens für die Entwicklung der Kommunikation. Sind beide Fernsinne in ihrer Leistungsfähigkeit gemindert, treten schwere Beeinträchtigungen in der Gesamtentwicklung auf.
Die Erfassung, der Umgang und die Auseinandersetzung mit der personalen und sachlichen Umwelt sowie die Kommunikation sind so erschwert, dass taubblindenspezifische Techniken und Hilfsmittel für eine angemessene Förderung eingesetzt werden müssen. Die Kinder leben oft in großer Isolation, sodass eine spezielle Interaktionsförderung notwendig ist, um befriedigende Kontakte zu initiieren. Zur Anbahnung der Kommunikation sind neben der Lautsprache alternative bzw. ergänzende Systeme erforderlich. Dies sind individuell angepasste Kommunikationsmittel wie Symbolgegenstände oder Gebärden.